Black Metal Concerts from Hessen Est. 2014

Wohredom Rife 2019 @ Black Cult Doctrine

Zeremonie der Schatten
Eine Geschichte aus dem Underground

Kein Mainstream. Kein Hochglanz. Kein Bullshit. Black Metal.

Die Schwarze Loge war nie dafür gedacht, irgendwem nach dem Mund zu reden. Hier ging es um Musik, um Leidenschaft und um die verdammte Überzeugung, dass der Underground mehr verdient als ein paar hingeklatschte Konzerte und austauschbare Veranstaltungen.

Aus dieser Haltung heraus entstand die Konzertreihe Zeremonie der Schatten. Was als Engagement für die dunklen Klänge des Black Metal begann, entwickelte sich über mehrere Jahre zu einer festen Anlaufstelle für Bands und Besucher, die sich abseits des Mainstreams zu Hause fühlten.
 

Die ersten Schatten 

Die ersten Spuren der Zeremonie der Schatten reichen bis ins Jahr 2016 zurück. Von Anfang an stand die Idee im Mittelpunkt, nationale und internationale Bands zusammenzubringen und ihnen eine Bühne zu geben, auf der die Musik für sich sprechen konnte.

Mit dem Jazzkeller in Hofheim am Taunus fand die Reihe einen passenden Ort. Keine sterile Großveranstaltung, kein glattgebügeltes Event für die breite Masse, sondern ein Club, in dem die Nähe zur Bühne und die Atmosphäre zum Gesamterlebnis gehörten.

Hier wurde nicht lange herumgeredet. Hier wurde aufgedreht.
 

Zeremonie der Schatten III – Ausverkauft statt ausverkauft geredet

Am 7. Oktober 2017 ging die dritte Ausgabe über die Bühne. Mit Membaris, Thromos, Chaos Invocation, Insane Vesper und Streams of Blood stand ein Line-up auf dem Programm, das den Charakter der Reihe auf den Punkt brachte.

Der Abend war bereits im Vorfeld ausverkauft. Ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die Arbeit hinter den Kulissen auszahlte und die Zeremonie der Schatten längst ihre Leute gefunden hatte.

Doch statt sich auf diesem Erfolg auszuruhen, ging es weiter. Denn im Underground zählt nicht, was gestern war. Entscheidend ist, was du als Nächstes auf die Beine stellst.


Mehr als eine Konzertreihe

2018 wurde das Programm weiter ausgebaut. Neben den regulären Ausgaben der Zeremonie der Schatten gab es mit Essence of Nostalgia weitere Veranstaltungen im Umfeld der Schwarzen Loge.

Am 3. Februar standen Ellende, Horn, Nornír und Drengskapur auf dem Programm. Auch die vierte Zeremonie der Schatten am 28. April brachte mit Totenwache, Adalwolf, Malum, die auch das erste mal in Deutschland spielten, Schrat und Sakrista weitere Bands aus dem Underground zusammen.

Mit jeder Veranstaltung wurde deutlicher, worum es ging: nicht bloß darum, Bandnamen auf ein Plakat zu drucken, sondern unterschiedliche Facetten des Black Metal zusammenzubringen und Konzertabende zu schaffen, die ihren eigenen Charakter hatten.

 

Internationale Bands, echter Underground

Die Zeremonie der Schatten V führte den eingeschlagenen Weg konsequent fort. Die finnischen Goats of Doom spielten dort ihren ersten Auftritt außerhalb ihrer Heimat. Die Band hob später ausdrücklich die Arbeit der Veranstalter hervor.

Auch bei der sechsten Ausgabe 2018 wurde international aufgestellt. Goats of Doom, Magoth, Mournful Winter, Thromos und Unholy War gehörten zum Line-up.

Solche Veranstaltungen zeigen, was Underground im besten Sinne bedeutet: Kontakte knüpfen, Bands eine Plattform bieten und dafür sorgen, dass Musik auch jenseits der üblichen Tourrouten ihren Weg zum Publikum findet.

Nicht jede Band spielt vor Tausenden. Nicht jedes Konzert muss eine riesige Produktion auffahren. Manchmal reichen ein guter Club, ein starkes Billing, ein paar hundert Prozent Leidenschaft und Menschen, die wissen, warum sie überhaupt hier sind.

 

Black Cult Doctrine – Fünf Jahre Schwarze Loge

Fünf Jahre Schwarze Loge. Fünf Jahre Arbeit, Organisation, Kontakte, Rückschläge und unzählige Stunden, die man nicht auf einer Bühne sieht.

Zum Jubiläum sollte es deshalb etwas Besonderes geben: Black Cult Doctrine, ein eigenes Tagesfestival zum fünfjährigen Bestehen der Schwarzen Loge.

Das Festival war ein weiterer Schritt über die bisherigen Konzertabende hinaus. Statt sich auf eine einzelne Ausgabe der Zeremonie der Schatten zu beschränken, sollte das Jubiläum die gesamte Arbeit und Leidenschaft hinter der Schwarzen Loge feiern.

Für Black Cult Doctrine war ein internationales Line-up mit Antzaat, Enisum, LĘK, Nazghor, Thyrgrim, Totenwache, Verheerer und Whoredom Rife angekündigt die beim BCD ihren ersten Deutschlang auftritt hatten und das Jubiläum auch noch Headlinern durften. Nach einem Locationwechsel und Änderungen im Billing wurde das Tagesfestival für den 12. Januar 2019 im MS Connexion in Mannheim angekündigt.

Damit bekam das fünfjährige Bestehen einen eigenen Rahmen: ein Tagesfestival, das die Bands und die Szene in den Mittelpunkt stellte, für die die Schwarze Loge all die Jahre gearbeitet hatte.

Black Cult Doctrine war kein zufälliger Ausflug in die Festivalwelt. Es war die logische Konsequenz aus fünf Jahren Veranstalterarbeit und der Wille, dem Underground mehr zu bieten als den nächsten Termin im Kalender.

 

Sieben Zeremonien – und kein leiser Abgang

Am 5. Mai 2019 fand mit der Zeremonie der Schatten VII die siebte Ausgabe der Reihe statt. Chotzä, Asgard, Hån, Malphas und Paragon Belial bildeten das Line-up.

Diese Ausgabe wurde als vorerst letzter Termin der Reihe angekündigt. Damit ging ein Kapitel zu Ende, das über mehrere Jahre hinweg von Konzerten, internationalen Kontakten und der gemeinsamen Leidenschaft für Black Metal geprägt war.

Sieben Ausgaben bedeuteten sieben Gelegenheiten, Bands zusammenzubringen, neue Kontakte zu knüpfen und den Underground im Rhein-Main-Gebiet mitzugestalten. Dazu kamen weitere Veranstaltungen und schließlich das Jubiläumsfestival Black Cult Doctrine.

Das war keine kleine Nummer, wenn man bedenkt, was hinter solchen Veranstaltungen steckt: Bands buchen, Termine koordinieren, Werbung machen, Locations organisieren und dafür sorgen, dass am Ende nicht nur die Verstärker laufen, sondern der ganze Laden.

Was bleibt?

Die Geschichte der Schwarzen Loge lässt sich nicht allein an Konzertdaten oder Line-ups messen. Sie besteht auch aus den Menschen, die gekommen sind, den Bands, die gespielt haben, den Kontakten, die entstanden sind, und den Abenden, an die man sich noch lange erinnert.

Die Zeremonie der Schatten und Black Cult Doctrine stehen für eine Zeit, in der mit viel Einsatz Veranstaltungen für eine Szene auf die Beine gestellt wurden, die ihre eigenen Regeln hat und sich nicht nach dem Mainstream richten muss.

Keine großen Versprechen. Kein künstlicher Hype. Keine Show für Leute, die mit der Musik nichts anfangen können.

Schwarze Loge. Zeremonie der Schatten. Black Cult Doctrine.

Ein Stück Underground-Geschichte

 

Und die Schatten werden wieder länger.....

 

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